Viele Häuser in Kiel und im Umland haben Hohlräume, die sich nachträglich dämmen lassen: die Luftschicht im zweischaligen Klinkermauerwerk, die Balkenlage der obersten Geschossdecke, die Dachschräge hinter der alten Verkleidung. Mit der Einblasdämmung füllen wir diese Hohlräume über kleine Bohrungen – ohne dass Wände geöffnet werden. Die Kerndämmung verbinden wir mit einer Dachsanierung: So prüfen wir die Vormauerschale auch von oben und verschließen offene Stellen, bevor wir einblasen.
Auf einen Blick
- Kerndämmung für zweischaliges Mauerwerk, Einblasdämmung für Dach, Geschossdecke und Holzbalkendecke
- Hohlraumprüfung mit dem Endoskop, bevor wir ein Angebot schreiben
- Kerndämmung zusammen mit der Dachsanierung – offene Vormauerwände prüfen und verschließen wir in einem Arbeitsgang
- Wasserabweisender, zugelassener Kerndämmstoff in der Wand – die Wand bleibt trocken. Zellulose oder Holzfaser im Dach
- Kurze Bauzeit, wenig Schmutz, Sie bleiben im Haus wohnen
- Fachunternehmerbescheinigung für den Steuerbonus nach § 35c EStG
- Im Einsatz in Kiel und rund 30 km Umkreis – Meisterbetrieb, eingetragen bei der Handwerkskammer Lübeck

Kerndämmung: das zweischalige Mauerwerk füllen
Typisch für Norddeutschland: innen eine tragende Wand, außen die Klinker-Vormauerschale, dazwischen eine Luftschicht von einigen Zentimetern. Diese Luftschicht dämmt kaum – die Luft zirkuliert und transportiert Wärme nach draußen. Bei der Kerndämmung bohren wir die Fugen der Außenschale in einem festen Raster an, blasen den Dämmstoff ein und verschließen die Bohrlöcher wieder mit Fugenmörtel. Von außen sieht man danach praktisch nichts.
In der Wand verwenden wir ausschließlich wasserabweisende, setzungssichere Kerndämmstoffe mit bauaufsichtlicher Zulassung, zum Beispiel EPS-Granulat. Das Granulat nimmt kein Wasser auf und leitet keine Feuchtigkeit zur Innenwand – die Wand wird durch das Dämmen nicht feucht. Flocken aus Zellulose oder Holzfaser setzen wir deshalb nur im Dach und in Holzkonstruktionen ein, nicht in der Klinkerwand.
Kerndämmung und Dachsanierung in einem Zug
Wir verbinden die Kerndämmung mit einer Dachsanierung. Solange das Dach offen ist, kommen wir von oben an die Vormauerschale heran: An Traufe und Giebel ist die Luftschicht bei vielen Häusern nach oben offen. Diese Stellen prüfen wir und verschließen sie, bevor wir einblasen. So bleibt der Dämmstoff dort, wo er hingehört, und die Dämmung von Dach und Wand schließt an der Traufe ohne Lücke aneinander an. Mehr zur Dachsanierung in Kiel.
Wann eine Kerndämmung funktioniert – und wann nicht
- Durchgehende Luftschicht: Der Hohlraum muss breit genug und nicht durch Mörtelreste zugesetzt sein. Das prüfen wir mit dem Endoskop an mehreren Stellen.
- Dichte Vormauerschale: Offene oder abgerissene Fugen sanieren wir vor dem Einblasen.
- Offene Vormauerwände oben: Ist die Luftschicht an Traufe oder Giebel offen, verschließen wir sie im Zuge der Dachsanierung – vor dem Einblasen.
- Öffnungen abschotten: Rollladenkästen und Lüftungsöffnungen verschließen wir, damit kein Dämmstoff austritt.
Wenn eine Wand für die Kerndämmung nicht geeignet ist, sagen wir Ihnen das nach der Prüfung offen. Die Alternative ist dann meist eine Dämmung von außen, zum Beispiel als vorgehängte hinterlüftete Fassade in Holzbauweise – mehr dazu auf unserer Seite Energetische Sanierung.
Einblasdämmung in Dach und Geschossdecke
Im Holzbau sind wir als Zimmerei zu Hause – und dort bringt die Einblasdämmung besonders viel. Hohlräume zwischen Sparren, Deckenbalken oder Holzständern füllen wir mit Zellulose- oder Holzfaserflocken. Die Flocken legen sich lückenlos um Balken, Leitungen und Unebenheiten, wo Dämmplatten Fugen hinterlassen würden.
- Oberste Geschossdecke: Bei ungenutztem Dachboden oft die wirtschaftlichste Dämmmaßnahme – offen aufgeblasen oder in die Balkenlage eingeblasen.
- Dachschräge: Wenn die Innenverkleidung bleiben soll oder bei einer Dachsanierung ohnehin geschlossen wird, blasen wir die Sparrenfelder aus. Luftdichtheit und Dampfbremse planen wir dabei mit.
- Holzbalkendecken und Holzständerwände: Hohlräume in Altbauten, Anbauten und Holzhäusern werden gezielt gefüllt, der Schallschutz verbessert sich gleich mit.
Holzfaser und Zellulose speichern viel Wärme. Im Sommer kommt die Hitze dadurch deutlich später unter dem Dach an – ein Punkt, den viele erst im ersten warmen Juli nach der Sanierung bemerken. Mehr zu Dämmverfahren im Dach lesen Sie auf unserer Seite Dachsanierung in Kiel.
So läuft Ihre Einblas- oder Kerndämmung ab
- Ortstermin: Wir sehen uns Wand, Dach oder Decke an und klären, was Sie erreichen möchten.
- Hohlraumprüfung: Über wenige kleine Bohrungen schauen wir mit dem Endoskop hinein, messen die Breite der Luftschicht und prüfen die Fugen.
- Angebot: Sie erhalten ein Angebot mit nachvollziehbaren Positionen, Dämmstoff und Menge. Was das Gebäudeenergiegesetz für Ihr Bauteil verlangt, rechnen wir vorher aus.
- Förderung klären: Soll ein BAFA-Zuschuss beantragt werden, stimmen wir Angebot und Vertrag mit Ihrem Energieberater ab – der Antrag muss vor der Auftragsvergabe gestellt sein.
- Dach öffnen, Vormauerschale prüfen: Im Zuge der Dachsanierung sehen wir uns die Oberkante der Außenschale an Traufe und Giebel an und verschließen offene Stellen.
- Ausführung: Bohren, abschotten, einblasen, verschließen. Wir kontrollieren die Einblasmenge, damit der Hohlraum vollständig und ohne spätere Setzung gefüllt ist.
- Abnahme und Nachweise: Sie erhalten die Unterlagen für den Förderantrag oder die Fachunternehmerbescheinigung für die Steuer.
Was sagt das Gebäudeenergiegesetz?
Werden Außenwand, Dach oder oberste Geschossdecke nachträglich gedämmt, verlangt das GEG grundsätzlich einen U-Wert von 0,24 W/(m²·K). Bei Hohlräumen ist die Dämmdicke aber durch die Konstruktion begrenzt. Für diesen Fall gilt die Anforderung als erfüllt, wenn die höchstmögliche Dämmschichtdicke eingebaut wird – der Hohlraum also vollständig gefüllt ist – und der eingeblasene Dämmstoff eine Wärmeleitfähigkeit von höchstens 0,045 W/(m·K) hat (GEG, Anlage 7). Für die BEG-Förderung gelten strengere Werte für den Dämmstoff; wir wählen ihn so, dass er zu Ihrem Förderweg passt.
Förderung und Steuerbonus
BAFA-Zuschuss: Einblas- und Kerndämmung sind Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle. Der Grundfördersatz beträgt 15 Prozent der förderfähigen Kosten. Seit dem 21. Juli 2026 gibt es den iSFP-Bonus von 5 Prozent nur noch, wenn die förderfähigen Kosten über 30.000 Euro liegen – und dann nur auf den Betrag darüber. Ein Energieeffizienz-Experte muss eingebunden sein, und der Antrag muss vor der Auftragsvergabe gestellt werden.
Steuerbonus nach § 35c EStG: Wenn Sie Ihr Haus selbst bewohnen, können Sie stattdessen 20 Prozent der Kosten über drei Jahre von der Steuer abziehen (7, 7 und 6 Prozent), bis zu 40.000 Euro je Objekt. Dafür reicht unsere Fachunternehmerbescheinigung, ein Energieberater ist nicht nötig. Gerade bei kleineren Maßnahmen wie einer Kerndämmung kann dieser Weg günstiger sein als der Zuschuss. Für dieselbe Maßnahme gibt es entweder Zuschuss oder Steuerbonus, nicht beides.
Hinweis: Die Angaben zum Gebäudeenergiegesetz, zur Förderung und zum Steuerbonus entsprechen dem Stand September 2026. Fördersätze und Bedingungen ändern sich regelmäßig; verbindlich sind die zum Antragszeitpunkt gültigen Richtlinien.
Häufige Fragen zur Einblas- und Kerndämmung
Wie finde ich heraus, ob meine Wand eine Luftschicht hat?
Ein erster Hinweis ist die Wandstärke: Bei Klinkerhäusern aus den 1950er- bis 1980er-Jahren deuten 36 cm und mehr oft auf zweischaliges Mauerwerk hin. Sicher ist es erst nach der Prüfung mit dem Endoskop. Dafür reichen wenige kleine Bohrungen in den Fugen.
Wie lange dauert eine Kerndämmung?
Das Einblasen selbst dauert bei einem Einfamilienhaus meist ein bis zwei Arbeitstage. Weil wir die Kerndämmung mit der Dachsanierung verbinden, nutzen wir das vorhandene Gerüst – ein zusätzliches Gerüst für die Wand ist nicht nötig. Sie können während der Arbeiten im Haus bleiben.
Wird die Wand nach der Kerndämmung feucht?
Nein. Wir verwenden in der Wand wasserabweisenden Kerndämmstoff, der kein Wasser aufnimmt und keine Feuchtigkeit zur Innenwand leitet. Offene Fugen sanieren wir vorher, offene Stellen an der Oberkante der Vormauerschale verschließen wir im Zuge der Dachsanierung.
Warum verbinden Sie die Kerndämmung mit einer Dachsanierung?
Weil wir bei offenem Dach an die Oberkante der Vormauerschale herankommen. Dort ist die Luftschicht bei vielen Häusern offen. Wir prüfen diese Stellen, verschließen sie und blasen erst dann ein. Der Anschluss zwischen Dach- und Wanddämmung entsteht so in einem Arbeitsgang.
Welcher Dämmstoff kommt ins Dach?
In Dachschräge, Geschossdecke und Holzbalkendecke verwenden wir bevorzugt Zellulose oder Holzfaser. Beide dämmen gut, speichern Wärme und verbessern den sommerlichen Hitzeschutz.
Gibt es Förderung für die Kerndämmung?
Ja. Über die BAFA gibt es als Einzelmaßnahme einen Zuschuss von 15 Prozent der förderfähigen Kosten, dafür muss ein Energieeffizienz-Experte eingebunden sein und der Antrag vor der Auftragsvergabe gestellt werden. Wer das Haus selbst bewohnt, kann stattdessen den Steuerbonus nach § 35c EStG nutzen: 20 Prozent der Kosten verteilt über drei Jahre. Stand: September 2026.
Hohlräume in Kiel und Umgebung dämmen
Wir arbeiten in Kiel und im Umkreis von rund 30 Kilometern – unter anderem in Kronshagen, Altenholz, Molfsee, Flintbek, Schwentinental, Preetz und Laboe. Rufen Sie uns an oder beschreiben Sie Ihr Haus kurz über das Kontaktformular. Wir melden uns in der Regel innerhalb eines Werktags und vereinbaren einen Ortstermin.
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